Eltern-Coming out

Coming out der Eltern

 
Es bleibt ganz allein Sache der Eltern, zu entscheiden, wem sie sagen wollen, dass ihr Kind homosexuell ist. Und es ist gut, wenn sie dabei in erster Linie auf ihr eigenes Wohlbefinden achten. Solange Eltern selbst noch sehr verletzt sind, kann sie eine Reaktion von Verwandten oder Freunden, die vielleicht nicht einmal böse gemeint, sondern nur ein Ausdruck von Unsicherheit ist, für lange Zeit davon abhalten, sich anderen Menschen gegenüber zu öffnen:
  • Ich habe in den letzten acht Jahren beinahe täglich daran gearbeitet, die Veranlagung
  • meiner Söhne zu akzeptieren, aber ich habe wirklich keine Lust, sie gegenüber anderen verteidigen zu müssen. (Hassenmüller, Wiedemann, Warum gerade mein Kind?, S. 70)
  • (...) Ich möchte mich nicht verletzen lassen. Ich habe einmal die Erfahrung gemacht, bei Freunden (...). Da hieß es: "Ach Gott, das ist ja furchtbar! - Wollen wir nicht morgen ins Kino gehen?" Es wird nicht drüber geredet, es wird zur Kenntnis genommen. Und das trifft einen. (...) Es wurde nie wieder gefragt, das Thema ist auch für die Freunde abgelegt, es ist tabu, redet man nicht drüber. Am besten ist, man weiß es gar nicht. Von daher habe ich für mich jetzt zugemacht, nach außen hin. Ich werde wohl dahinter stehen, dass es den Leuten (homosexuellen Frauen und Männern D. M.) besser zu gehen hat, aber ich würde nie erzählen, dass mein Sohn schwul ist. (Schmidt, Homophobie, S. 90)

Dieses gekränkte Verstummen kann auf Dauer die Freundschaften kosten und in die Isolierung führen, wie bei dieser völlig verzweifelten Mutter:
  • Auch wenn es schrecklich klingt, manchmal denke ich, es wäre einfacher, wenn H. gestorben wäre. Dann könnte ich offiziell um ihn trauern. Dann hätte ich das Verständnis und Mitgefühl meiner Familie. So habe ich meinen Sohn auch verloren, aber niemand weiß es. Nur er und ich. Und immer muss ich so tun, als wäre alles in Ordnung. Ich weiß nicht, wie lange ich das noch aushalte. (Hassenmüller, Wiedemann, Warum gerade mein Kind?, S. 36)

Eine andere Mutter, der es auch schwer fällt, über die sexuelle Orientierung ihres Sohnes zu sprechen, versucht sich selbst zu überzeugen, dass sie es trotzdem wagen sollte:
  • Man muss und soll darüber reden. Dann kann man vielleicht auch die Angst abbauen. Die Angst, was die lieben Nachbarn und natürlich die Verwandten sagen. (Hassenmüller, Wiedemann, Warum gerade mein Kind?, S. 139)

Aber nicht nur aus diesem Grund ist es auf Dauer besser, wenn Freunde, Bekannte und Kollegen wissen, dass der Sohn schwul oder die Tochter lesbisch lebt. Denn wie oft wird im Alltag über die Kinder gesprochen, wird gefragt, was aus ihm oder ihr geworden ist. Wie gern würden auch Eltern von Lesben und Schwulen nicht nur von den beruflichen Erfolgen ihrer Söhne und Töchter, sondern auch von denen der Schwiegersöhne und Schwiegertöchter berichten, von der schönen Wohnung, die das junge Paar sich eingerichtet hat und vielleicht auch vom Engagement für gleiche Rechte. Wie gern wären auch Eltern von Lesben und Schwulen ganz offen stolz auf ihre Kinder!
Die Eltern, die ihr Coming-out gegenüber Freunden und Bekannten gewagt haben, berichten durchweg über positive Erfahrungen. Dass vielleicht trotzdem hinter ihrem Rücken getratscht wird, halten sie für möglich, aber das kümmert sie wenig. Natürlich können nicht alle Eltern so mutig sein wie jener Vater, der am Stammtisch, als dort über Schwule hergezogen wird, einfach sagt: "Ich habe zwei lesbische Töchter, und das sind zwei ganz prima Mädchen", worauf alle betreten schweigen. Später spricht ihn ein Stammtischbruder an und bedankt sich für seinen Mut. Es stellt sich heraus, dass dieser einen schwulen Sohn hat und noch nie mit jemandem darüber sprechen konnte (vgl. Hassenmüller, Wiedemann, Warum gerade mein Kind?, S. 50/51)
Auch sind sicher nicht alle Eltern so schlagfertig wie die Mutter einer lesbischen Tochter, die in einem kleinen Dorf wohnt und ihre Nachbarin einmal ganz schön zum Nachdenken bringt:
  • So sagte einmal eine Nachbarin zu mir: "Also, ich kann mir gar nicht vorstellen, was zwei Frauen im Bett treiben!" Darauf sagte ich nur: "Ich kann mir auch nicht vorstellen, was Sie mit ihrem Mann im Bett treiben!" Erst sah sie mich konsterniert an, dann musste sie lachen: "Ja", gab sie zu, "das geht eigentlich niemanden etwas an." (Hassenmüller, Wiedemann, Warum gerade mein Kind?, S. 133)

Bei den Verwandten, zu denen auch das lesbische oder schwule Kind eine eigene Beziehung hat, ist die Entscheidung über die Eröffnung nicht mehr allein Sache der Eltern. Manchmal versuchen Eltern ihr Kind davon abzuhalten, "es" der Oma oder der Tante zu sagen und behaupten, "das" würde sie umbringen. Die tatsächlichen Reaktionen sind oft
weit weniger dramatisch: So meinte eine der Großmütter, die auf diese Weise geschont werden sollten, als sie schließlich doch erfuhr, dass ihr Enkel schwul ist: "Na und?" Eine andere Großmutter fragte ihre lesbische Enkelin neugierig, ob denn zwei Frauen miteinander auch einen Orgasmus bekommen könnten...
Auch die Verwandten, Bekannten und Freunde merken ja, dass sie immer noch denselben Menschen vor sich haben, der jetzt eben zufällig eine andere sexuelle Orientierung hat, als sie erwartet haben. Wenn sie diesen Menschen vorher mochten, werden sie sicher ihre Vorurteile gegen Homosexuelle eher abbauen, als diesen Menschen und seine Eltern abzulehnen.

Gefühlschaos

"Ich weiß, dass ich es akzeptieren müsste..."

 
Solange das Coming-out ihres Kindes für die meisten Eltern aus heiterem Himmel kommt, lässt es sich nicht vermeiden, dass sie auf die eine oder andere Weise "fassungslos" reagieren. Das ist menschlich. Moralisierende Aussagen darüber, wie man sich hier verhalten sollte, helfen überhaupt nicht weiter. Wir sollten uns von dem völlig überhöhten Anspruch verabschieden, in dieser Situation "richtig" zu reagieren. Hier sind alle Beteiligten überfordert. Es ist unfair, an den Reaktionen in einer solchen Situation zu messen, wie gut das Verhältnis zum eigenen Kind ist, ob man sein Kind genug liebt.
Aus Angst, ihr Kind könnte sich ganz von ihnen abwenden, schlucken viele Eltern ihre ersten negativen Gefühle hinunter oder verbergen sie vor ihrem Kind. So kommen sie selbst nicht dazu, die Trauer über das, was ihnen durch die neue Situation genommen wird, wirklich zuzulassen, an deren Ende vielleicht das Akzeptieren stehen könnte. Und auch der Kontakt zu ihrem Kind bleibt weiterhin gestört, so sehr sie sich auch bemühen, sich nichts anmerken zu lassen:
  • Ich weiß, dass ich das müsste (die Homosexualität des Sohnes akzeptieren, D.M.), und ich gebe mir auch Mühe, aber das ist eigentlich mehr eine Rolle, die ich dann spiele.
  • (Ansonsten) würde er ja merken, dass es mir völlig gegen meine Natur geht. Dann würde er wahrscheinlich nicht mehr kommen. Manchmal fühle ich mich besser, wenn ich weiß, er ist weit weg. Ja, dann verlieren Sie ja ihr Kind! Dann würde er ja nicht mehr nach Hause kommen, dann sind Sie ihr einziges Kind los. Das gibt's ja in vielen Fällen.

Vorwürfe

Dass du uns das antun kannst!


Neben der Weigerung, das Gehörte an sich heran zu lassen, dem ersten lauten oder stummen "Nein" und der fieberhaften Suche nach einer plausiblen Erklärung, die meist zur Suche nach dem Schuldigen wird, spielt natürlich auch Wut eine Rolle bei der ersten Reaktion auf die Eröffnung, dass das eigene Kind lesbisch oder schwul ist. Wut auf die Person, die die "schlechte Nachricht" überbringt - und das ist ja meist der Sohn oder die Tochter selbst -, Wut über Zeitpunkt, Ort oder Art und Weise der Mitteilung, die als besonders rücksichtslos empfunden wird, Wut auf den Partner oder die Partnerin, die so ganz anders reagieren, als man selbst es für richtig gehalten hätte, Wut natürlich auch über das, was einem durch diese Eröffnung kaputtgemacht wurde.
  • Als ich C. fragte (ob sie lesbisch sei), nach dem Gespräch mit ihrem Lehrer, und sie Ja sagte, da hatte ich für einen Moment das Gefühl, sie ist nicht mehr meine Tochter. So will ich meine Tochter nicht. Und das war am schlimmsten dabei. Dass ich gefühlt habe, es kann auch sein, dass ich meine Tochter nicht lieb hab. Dass ich sie ablehne. Ganz stark ablehne, wenn sie so ist. Dann gehört sie nicht mehr zu meiner Welt.
Mir wäre es lieber, du bist unglücklich und normal
  • Ich sagte doch, dass für so einen kein Platz in meinem Hause ist. Daran ändert die Zeit nichts. Ich bin nur froh, dass er rechtzeitig abgehauen ist. Sonst hätte das hier noch übel werden können. Ich meine, ich bin ein friedlicher Mensch, aber meinen guten Namen, den lasse ich mir nicht nehmen.(...) Für mich ist er gestorben.
  • Das war etwas, was ich mit mir selbst abmachen musste. Aber ich erinnere mich, dass ich am nächsten Tag, als ich meine Meißner Porzellansammlung abstaubte, nur mit Mühe den Wunsch unterdrücken konnte, alles gegen die Wand zu werfen. All die schönen Dinge bedeuteten mir plötzlich nichts mehr.
  • Dann habe ich, was mich furchtbar bedrückt, ganz furchtbar reagiert, dann kamen dann so Sachen, da wollte er mich denn so in den Arm nehmen, da habe ich ihn weggestoßen und gesagt: "Fass mich nicht an!" (Roggenkamp, Von mir soll sie das haben?, S. 158; Hofsäss, Homosexualität und Erziehung, S. 55; Hassenmüller, Wiedemann, Warum gerade mein Kind?, S. 101/103 u. 138; Schmidt, Homophobie, S. 82)

Meine Welt ist zerstört

 

Für mich brach eine Welt zusammen


Wenn Eltern von ihrem Kind erfahren, dass es lesbisch oder schwul ist, bricht zuerst einmal ihr ganzes Weltbild zusammen. Sie reagieren mit Schock, sie versuchen sich zu schützen, indem sie sich weigern, das Bedrohliche zur Kenntnis zu nehmen. Ihre erste Reaktion kann sein, dass sie nur noch NEIN!!! schreien können. Eltern beschreiben dieses erste "Nein!" auf unterschiedliche Weise. Sie sprechen darüber, wie sehr die "Eröffnung" sie getroffen hat.

So oder ähnlich reagieren die Eltern...
  • Für mich brach eine Welt zusammen. Alles, woran ich geglaubt hatte, was ich für meine Tochter zu ihrem eigenen Besten gewünscht hatte, fiel in ein großes Nichts.
  • Ich hatte das Gefühl, meine Tochter sei gestorben. Es war, als ob mir jemand mit einem Backstein ins Gesicht schlägt.
  • Ich las den Brief und konnte nur noch weinen. (...) (Die Eröffnung war für mich), als täte sich der Boden unter mir auf. Ich fiel in ein tiefes Loch. Was wusste ich über Schwule?
  • Ist ja auch zum Heulen. Da zieht man zwei Kinder groß, tut alles für die Blagen, und dann wird einer zur Schwuchtel.
  • Das war wie ein Donnerschlag. Es waren überhaupt keine Anzeichen, also er kam immer mit Mädchen nach Hause. Ich habe nur geweint. Ich habe den ganzen Abend geweint, mit meinem Mann hier, und wir hatten auch eine fürchterliche Nacht gehabt. (Hassenmüller, Wiedemann, Warum gerade mein Kind?, S. 93; Hofsäss, Homosexualität und Erziehung, S. 56; Hassenmüller, Wiedemann, Warum gerade mein Kind?, S. 56 u. 101; Schmidt, Homophobie, S. 81/82)
Die Weigerung sich damit auseinanderzusetzen
  • Er muss selbst wissen, was er tut. Ich möchte damit nichts zu tun haben.
  • Das erste halbe Jahr ging mein Mann ihm aus dem Weg. Er musste das einfach erst verarbeiten.
  • Ich weiß, dass sie lesbisch ist, und damit hat sich die Sache erledigt. Für mich. Oberflächlich. Ich bin nicht bereit, das ausführlich mit jemandem (zu erörtern), auch mit meiner Tochter nicht. Mit mir selbst auch nicht. Ich block das Thema immer ab in mir. Das schieb ich beiseite. (Hassenmüller, Wiedemann, Warum gerade mein Kind?, S. 34 u. 77; Roggenkamp, Von mir soll sie das haben?, S. 22)
Oder sie wollen es nicht wahrhaben:
  • (...) aber wieso sagte er, dass er schwul sei? Das war für mich unvorstellbar. Mein Sohn ist ein ausgesprochen männlicher Typ, kleidet sich konventionell, kommt aus einer Familie, in der es so etwas nicht gibt, wieso konnte er schwul sein? Mein Sohn ist ein ganz normaler Mann. Das ist nur eine vorübergehende Phase. Ich bin überzeugt, dass er eines Tages wieder mit einem Mädchen nach Hause kommt. (...) Man muss nur ein wenig Geduld haben.
  • Viele Männer haben eine bisexuelle Phase, aber das geht vorbei. Du musst dich nur endlich darum kümmern, dass da ein paar richtige Mädchen kommen. (...) Ich will einfach nicht glauben, dass mein Sohn ein Homo ist. (Hassenmüller, Wiedemann, Warum gerade mein Kind?, S. 33, 106 u. 126/127)

 

Nachwuchs

Keine Enkelkinder?

Wenn Eltern erfahren, dass ihr Kind homosexuell ist, ist bei vielen einer der ersten Gedanken, dass sie dann wohl keine Enkelkinder bekommen werden. Das macht sie sehr traurig. Denn es verlangt von ihnen nicht nur den Verzicht auf etwas, worauf sie sich sehr gefreut haben, sondern sie empfinden es auch als Weigerung, die Familie weiterzuführen und all das Gute und Schöne an die nächste Generation weiterzugehen, was sie ihren Kindern gegeben haben.
  • Mich deprimiert der Gedanke, dass ich von meinen Töchtern keine Enkelkinder bekommen werde. Darauf hatte ich mich früher immer gefreut. Wenn ich meine Mutter mit Andreas, Lydia und Kerstin sah, dachte ich oft: Das möchte ich später auch einmal. Nicht mehr diese Hektik, sondern sich voll und ganz den Kindern widmen können. Und dabei hat man doch nicht die volle Verantwortung. Meine Mutter war bei ihren Enkelkindern auch viel toleranter und großzügiger, als sie es bei mir je gewesen ist. So, als hätte sie noch eine zweite Chance bekommen, Kindern den rechten Weg zu weisen. Diese zweite Chance bekomme ich nicht. (Hassenmüller, Wiedemann, Warum gerade mein Kind?, S. 28)

Auch unsere Familien brauchen Schutz Postkarte der Lesbenorganisation Schweiz (LOS) und des Schwulen Büros Pink Cross

Natürlich wissen diese Eltern, dass auch viele heterosexuelle Paare keine Kinder haben, weil sie keine Kinder wollen oder keine bekommen können. Dies zu wissen, kann jedoch Eltern von Lesben und Schwulen kaum trösten. Eine 1999 durchgeführte Untersuchung bei Lesben und Schwulen hat jedoch gezeigt, dass sich fast ebenso viele von ihnen ein Leben mit Kindern wünschen wie gleichaltrige Heterosexuelle: 40,4% der befragten Lesben und 31,2% der Schwulen wollten "gerne mit Kindern zusammenleben", bei den unter 20-jährigen waren es sogar 46,6% (Vgl. Schwules Netzwerk NRW, Lesbische und schwule Familien, S. 9). Während es vor wenigen Jahren noch selbstverständlich war, dass die Entscheidung für eine gleichgeschlechtliche Partnerschaft den Verzicht auf Kinder bedeutete, hat sich das innerhalb der letzten zehn Jahre, also in ganz kurzer Zeit, radikal geändert. Denn inzwischen ist bekannt geworden, wie viele Frauenpaare mit Kindern zusammenleben, mit Kindern aus früheren heterosexuellen Beziehungen oder mit "lesbischen Wunschkindern", die durch künstliche Befruchtung gezeugt wurden. Auch immer mehr schwule Männer können sich vorstellen, Vater zu werden oder eine schon bestehende Vaterschaft aktiv zu leben.

Es ist gründlich untersucht worden, ob es Kindern schadet, wenn sie bei homosexuellen Eltern aufwachsen: In mehreren Untersuchungen - in den USA, in Großbritannien und in der Schweiz - wurden keine Entwicklungsunterschiede zu Kindern in heterosexuellen Familien festgestellt. Einer britischen Studie zufolge sind Schwule sogar besonders gute Väter, da sie sich mehr Zeit für ihre Kinder nehmen, sensibler auf deren Bedürfnisse eingehen und sich nicht scheuen, Gefühle zu zeigen (Badische Zeitung, 15.1.2000). Manche Kinder mit lesbischen oder schwulen Eltern leiden allerdings darunter, wenn die Beziehung zwischen ihrer Mutter/ihrem Vater und ihrer Mitmutter oder ihrem Mitvater geheim gehalten werden muss, oder wenn der Kontakt zu ihren Großeltern oder anderen Verwandten und Freunden abbricht, weil diese die Lebensweise der Mütter/Väter nicht akzeptieren können:
 
  • Ich finde es ganz schwierig, wegen der anderen Leute. Die mögen das nicht. Früher wollte ich deswegen immer, dass sie wieder auseinander gehen, aber jetzt mag ich auch keine von ihnen verlieren (13 Jahre, weiblich).
  • Das Lesbischsein an sich ist gar nicht schlimm, ich finde es nur traurig, dass sich meine Mutter von ihrer früheren Freundin getrennt hat, die mochte ich sehr gern. Aber Frauen, die nicht lesbisch sind, trennen sich ja auch. Das ist viel schlimmer, als lesbisch sein (14 Jahre, weiblich).
  • Ich bin nun nicht gerade euphorisch darüber, aber es ist nun mal so. Das, was ich mir noch wünschen würde, wäre, dass nicht alle Kontakte zu unseren früheren Freunden und Verwandten abgebrochen worden wären (15 Jahre, weiblich).
  • Manchmal ist es nicht ganz leicht. Eigentlich wegen der anderen Leute, die reden so über einen. Und dann die besorgten Blicke und Worte der lieben Anverwandten (...). Aber das hat mit Homosexualität eigentlich nur wenig zu tun (16 Jahre, weiblich).
  • Wenn es meiner Mutter gut geht, geht es mir auch gut, wenn es ihr schlecht geht, dann mir auch. Also besser, sie hat eine Freundin und ist nicht allein, sondern glücklich, und dann bin ich's auch (17 Jahre, männlich).
  • Wenn meine Mutter nicht lesbisch wäre, hätte ich vermutlich nie ihre Freundin kennen gelernt, und dann wäre mir ganz schön viel abgegangen. Ich freue mich, dass die beiden sich jetzt haben, wenn ich aus dem Haus geh (19 Jahre, weiblich). (Sasse, Ganz normale Mütter, S. 257-259)

Anstatt sich zu freuen, dass sie nun doch noch ein Enkelkind bekommen, reagieren Eltern von Lesben und Schwulen oft zunächst einmal sehr skeptisch, wenn sie erfahren, dass sie Großeltern werden. Von dem Vorurteil, ein gesundes Kind könne nur im heterosexuellen Sexualakt gezeugt werden, verabschieden sie sich nur langsam, obwohl doch auch immer mehr heterosexuelle Paare den Weg der künstlichen Befruchtung gehen, wenn deren Kinderwunsch auf natürlichem Weg nicht in Erfüllung gehen kann. Und leider tut sich auch der Gesetzgeber noch schwer, gleichgeschlechtlichen Paaren das gemeinsame Sorgerecht und das Adoptionsrecht einzuräumen.

Sicher kann es anfangs Probleme geben, wenn Kinder mit lesbischen oder schwulen Eltern in den Kindergarten oder in die Schule kommen. Gerade dann kann ihnen eine gute Beziehung zu den Großeltern den Rücken stärken. Vielleicht können diese sogar über die Schulverwaltung und die Elternvertretung Einfluss darauf nehmen, dass verstärkt Aufklärungsarbeit geleistet wird. Für die Enkelkinder (und ihre Eltern) bleibt also zu hoffen, dass die frisch gebackenen Großeltern sich irgendwann zu einer Haltung durchringen können, wie sie folgender Großvater zeigt:
  • Vor kurzem war mal eine Bekannte hier, die hat sich auch die Fotos alle angeschaut. Sind ja auch unser ganzer Stolz. Bei dem Foto von Nicolette, Anita und dem kleinen Peter schüttelte sie nur den Kopf. "Entsetzlich, nicht wahr?" sagte sie. Ich musste mich richtig beherrschen, kann ich Ihnen sagen. Aber ich habe dann nur gesagt: "Ich weiß wirklich nicht, was daran entsetzlich ist. Die beiden Frauen sind glücklich, der kleine Peter ist gesund, also, wo liegt das Problem?" Die Bekannte war ziemlich konsterniert. Sie dachte wohl, dass ich ihrer Ansicht sei, weil wir ja eigentlich eine ganz und gar bürgerliche Familie sind. Aber ich glaube nicht, dass das etwas damit zu tun hat. Man braucht nicht studiert zu haben, um zu wissen, was im Leben wichtig ist. (Hassenmüller, Wiedemann, Warum gerade mein Kind?, S. 50)

Berufliche Nachteile

Unser Kind könnte berufliche Nachteile haben.

 

  • Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden. Grundgesetz Art. 3, (3)

Auch im Berufsleben haben sich Lesben und Schwule eigene Organisationen und Netzwerke aufgebaut, die sich dafür einsetzen, dass ihnen durch ihre sexuelle Orientierung keine Nachteile entstehen und die vor allem Aufklärungsarbeit leisten. Lesben- und Schwulengruppen entstanden in den Gewerkschaften und in allen Parteien, in Kirchen und Religionsgemeinschaften. Es gibt bereits eine ganze Reihe von Interessenverbänden bei unterschiedlichen Berufsgruppen, z. B. bei Juristen und Managern. Denn nach wie vor kommt es vor, dass versteckt lebende Homosexuelle erpresst und offen lebende gemobbt werden. Offen beruflich diskriminiert werden Lesben und Schwule nach wie vor in den Kirchen und bei der Bundeswehr, aber auch hier hat schon ein Umdenkungsprozess eingesetzt. Immer mehr Lesben und Schwule, die ihr Coming-out am Arbeitsplatz gewagt haben, berichten, dass ihre Eröffnung überwiegend positiv aufgenommen wurde.
In dieser unsicheren Berufswelt für Lesben und Schwule fällt Eltern eine wichtige Rolle zu, indem sie ihren Kindern Begleitung, Rat und Unterstützung vermitteln. Der BEFAH berät Eltern auch in dieser Frage.

Einsamkeit oder Glück?

Unser Kind könnte einsam und unglücklich werden.

 
  • Ehe und Familie stehen unter dem besonderen Schutze der staatlichen Ordnung. Grundgesetz Art. 6, (1)

BERLIN SAGT JA Postkarte der Aktion vom Herbst 2000

Wenn Lesben und Schwule durch ihr Coming-out aus allen freundschaftlichen und familiären Bindungen herausfallen, "den Stuhl vor die Tür gesetzt bekommen", besteht die große Gefahr, dass sie zum Alkohol greifen, Drogen nehmen oder sogar Selbstmord begehen, besonders dann, wenn auch noch ihre ersten Liebesbeziehungen scheitern. Sie haben dann niemanden mehr, an den sie sich Hilfe suchend wenden oder von dem sie Trost erfahren könnten. Wie alle Menschen brauchen Lesben und Schwule andere Menschen, die ihnen nahe stehen. Eine Umfrage unter Lesben und Schwulen bestätigt, dass auch für sie feste Bindungen ganz wichtig sind: Diejenigen, die in einer festen Beziehung leben, sind zu 84,8% mit ihrer gegenwärtigen Lebensform sehr zufrieden und können sich vorstellen, mit ihrem Partner oder ihrer Partnerin alt zu werden. Dagegen leben von den Singles nur 13,7% der Schwulen und 5,3% der Lesben gern so. 76,7% der Singles würden lieber in einer festen Beziehung leben. Weil diese nahen Beziehungen für das grundlegende Wohlbefinden der Menschen so wichtig sind, hat sich der Staat in der Verfassung verpflichtet, diese Beziehungen besonders zu schützen:
Ehe und Familie stehen unter dem besonderen Schutze der staatlichen Ordnung.
Grundgesetz Art. 6, (1)

Bis heute werden vom Gesetzgeber Unterschiede gemacht zwischen heterosexuellen und lesbischen oder schwulen Beziehungen. Manche Juristinnen und Juristen sind der Meinung, das Wort "Ehe" könne sich nur auf verschiedengeschlechtliche Paare beziehen und mit "Familie" seien ausschließlich Vater, Mutter und ihre Kinder gemeint. Die Begriffe "Ehe" und "Familie" sind in der Tat mit dieser klassischen Vorstellung untrennbar verbunden. Das entkräftet aber die Forderung jener gleichgeschlechtlichen Paare nach einer gesetzlichen Absicherung ihrer auf Dauer angelegten Lebens- und Einstehensgemeinschaft nicht. Gleichgeschlechtliche Lebenspartner dürfen vor dem Gesetz nicht länger als Fremde gelten. Dadurch werden sie zu Menschen zweiter Klasse degradiert. Hier muss noch viel Überzeugungsarbeit geleistet werden.
 

Manche Eltern leiden darunter, dass sie ihren Kindern nicht bei der Suche nach einem guten Partner oder einer guten Partnerin helfen können. Sie machen sich Sorgen, weil es bei Lesben und Schwulen oft länger dauert als bei Heterosexuellen, bis sie einen solchen Partner finden. Denn wenn Heterosexuelle schon längst mit der Suche nach dem richtigen Partner beschäftigt sind, schlagen sich viele Lesben und Schwule noch mit der Frage herum, ob sie nicht doch eine Beziehung mit einem Menschen des anderen Geschlechts hinkriegen könnten.
  • Es ist schlimm für eine Mutter, wenn sie ihr Kind leiden sieht - wenn sie mitbekommt, dass andere Menschen es verletzen und sie es nicht (mehr) beschützen kann. (Bartels, Mein Kind ist so und nicht anders, S. 110)
  • Und die Traurigkeit ist noch da, weil wir eben andere Chancen für unseren Sohn erhofft hatten. Kein festes Bild, aber einfach einen bunten Strauß von Möglichkeiten. Vielleicht gibt es den noch, viele haben uns gesagt, den gibt es immer noch, was willst du eigentlich? Aber ich weiß es nicht, mir kommt es im Moment etwas eingeengt auf eine - Ja, ich denke, seine Freunde und Freundinnen, die werden weggehen, dann wird er schon noch sehr, sehr einsam sein. Es sei denn, er kommt in eine feste Partnerschaft, wo das dann wie in einer Ehe, ganz normal eine Beziehung ist, und mit all diesen Pflichten und Verschränkungen, die es gibt. (...) Aber, ob er so jemanden findet, mit dem er dann leben kann, längere Zeit? (Schmidt, Homophobie, S. 88/89)

Wenn Eltern jedoch sehen, dass ihr Kind "in guten Händen" ist, ist das Lesbisch- oder Schwulsein kein Grund mehr, sich Sorgen zu machen:
  • "Haben Sie irgendwelche Ängste, wenn Sie an Ernas Zukunft denken?" - "Ängste wegen Erna? Nein, bestimmt nicht. (...) Sie ist jetzt zweiundvierzig Jahre alt, hat eine gute Position, ist beruflich angesehen, und seit zehn Jahren hat sie auch noch eine liebe Freundin. Die ist mir übrigens hundertmal lieber als die Männer, die Erna vorher gehabt hatte. Die beiden wohnen zusammen, haben sich vor kurzem ein Häuschen gekauft. Aber wichtiger ist, dass man merkt: Zwischen den beiden stimmt es! Mein Kind ist glücklich, na, mehr kann man doch als Mutter nicht wollen?"
  • "Man kann sich seine Kinder nicht 'machen'; man kann sein Bestes als Vater oder Mutter versuchen, aber der Rest ist Glück!"
  • "Und ich habe mit der Erna auch Glück gehabt. Sie ist ein liebevoller, warmer Mensch und hat genau so eine Freundin!" (Hassenmüller, Wiedemann, Warum gerade mein Kind, S. 121)

Gewalt & Opfer

Unser Kind könnte Opfer eines Überfalls werden

 
  • Jeder hat das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit. Grundgesetz Art. 2, (2)

Manche Eltern von homosexuellen Söhnen haben Angst, dass ihr Kind sich mit dem HI-Virus infizieren könnte. Andere vertrauen darauf, dass ihr Sohn sich schützt. Es wird vielleicht für manche Eltern eine Beruhigung sein, dass Schwule angesichts der Bedrohung durch AIDS gelernt haben, mit ihrer Sexualität umsichtig umzugehen. Die Präventions- und Aufklärungsarbeit der AIDS-Hilfen sind ein Beweis dafür.
Gewalt äußert sich unterschiedlich

Liebe verdient Respekt Eine Aktion der Polizei NRW und des damaligen Schwulenverbandes (SVD)
  • Lesbische Frauen werden ebenso wie heterosexuelle Frauen durch Frauenhass einzelner Männer bedroht. Diese Bedrohung kann dadurch verstärkt werden, dass lesbische Frauen für Männer "nicht zu haben" sind.
  • Schwule Männer gelten als Bedrohung bestimmter Männlichkeitsbilder. Überfälle auf Schwule sind Zeichen einer vorhandenen Schwulenangst bei den heterosexuellen Männern. Wenn Schwule versteckt leben, trauen sie sich oft nicht, nach Übergriffen Anzeige zu erstatten. In den letzten Jahren haben Homosexuelle in vielen Städten schwule Überfalltelefone eingerichtet, bei denen auch anonym Anzeige erstattet werden kann. Vor allem das Anti-Gewalt-Projekt des Lesben- und Schwulenverbands hat viel zu einer besseren Zusammenarbeit mit der Polizei beigetragen. In manchen Bundesländern wirken Vertreter von schwulen Projekten bei der Ausbildung von Polizeibeamten mit. In NRW wurde eine gemeinsame Aktion "Liebe verdient Respekt" gestartet.

Akzeptanz

Wird unser Kind nicht überall abgelehnt werden?

  • Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt. Grundgesetz, Art. 1 (1)

Es soll hier nicht geleugnet werden, dass Lesben und Schwule mit besonderen Schwierigkeiten und Gefahren im Leben rechnen müssen. Es wird wahrscheinlich immer Menschen geben, die auf Minderheiten herumhacken. In einer schwäbischen Kleinstadt in den 50er Jahren genügte es dafür, rothaarig zu sein, eine Brille zu tragen, der anderen Konfession anzugehören oder gar einen anderen Dialekt zu sprechen. Nichteheliche Kinder wurden ganz besonders diskriminiert. Heute sind vor allem Menschen mit dunkler Hautfarbe, Einwanderer, Behinderte und sexuelle Minderheiten Ziel übler Scherze oder brutaler Angriffe. Schwule und Lesben werden immer eine Minderheit bleiben. Inzwischen gibt es viele Bemühungen auf beiden Seiten, zu einem entkrampften Miteinander zu finden. Dies zeigt sich auch an neueren Umfrageergebnissen: Inzwischen spricht sich eine Mehrheit der Bundesbürger dafür aus, dass schwule und lesbische Paare auf dem Standesamt die Ehe eingehen können, bei den 25- bis 29-jährigen sind es sogar schon 80%. 65% der Bundesbürger sind außerdem dafür, dass Homosexuelle durch ein Gesetz vor Benachteiligungen geschützt werden sollen. In anderen europäischen Ländern sind solche Gesetze längst Realität oder werden gerade diskutiert. Die Hoffnung, dass sie zu mehr Akzeptanz beitragen können, scheint die Aussage einer Mutter über ihre Beobachtungen in Dänemark zu bestätigen, wo gleichgeschlechtliche Paare schon seit mehr als zehn Jahren Ehepaaren rechtlich weitgehend gleichgestellt sind:

  • Wir wohnen nicht weit von der dänischen Grenze entfernt. Da ist es für mich besonders schmerzlich zu erfahren, wie wenig ungezwungen und normal Homosexuelle bei uns im Gegensatz zum Nachbarland leben können. In Dänemark wird der Mensch in seiner ganzen Persönlichkeit gesehen und nicht nur auf seine Sexualität reduziert. Alle Berufe sind Homosexuellen zugänglich, auch das Amt des Pastoren. Ebenso ist das Heiraten möglich. Homosexuelle können in jeder Hinsicht leben wie Heterosexuelle auch. Es regt niemanden auf, wenn sich im Café am Tisch nebenan zwei Lesben küssen oder auf der Straße zwei Schwule Hand in Hand einen Schaufensterbummel machen. Können Sie meine Gefühle erraten, wenn ich diese Selbstverständlichkeit bloß wenige Kilometer von meinem Wohnort entfernt erlebe? Manchmal schäme ich mich in solchen Momenten, Deutsche zu sein. Besonders dann, wenn es um das Miteinanderleben geht. Wenn es sich um Toleranz handelt und darum, den anderen zu respektieren - in seiner Hautfarbe, Religionszugehörigkeit und in seiner Lebensweise. (Bartels, Mein Kind ist so und nicht anders, S. 138/139)

Mein Kind & Zukunft

Wie sieht die Zukunft meines Kindes aus?


Diese Frage stellen sich die meisten Eltern, nachdem sich die Tochter/der Sohn geoutet haben. Sie malen sich die Zukunft ihres Kindes manchmal in den düstersten Farben aus:

  • Also nur Angst, nur Angst. Ich sah ihn (...) betteln um Verständnis und Freundschaft, und überall nur Abweisung, dass Leute ihn zurückweisen würden, weil sie's eklig finden. Weil ich auch aus Erzählungen weiß, was manche Leute so für ein Bild haben. Ich sah sofort die Bedrohung durch AIDS, (...) dann würden wir ihn noch zu Grabe tragen müssen. Dann habe ich ganz massiv Angst gehabt vor Übergriffen, ich weiß, dass hier in (...)auch so eine Schlägertruppe unterwegs ist.
  • In dem Moment ging mir alles gleichzeitig durch den Kopf, alle Diskriminierungen, alle Verletzungen, die er im Laufe seines Lebens erfahren könnte, Leute, die sich von ihm abwenden, die ihn stehen lassen, dass wir vielleicht nicht lange genug leben, um Dinge von ihm fern zu halten, (...) dass wir vielleicht auch nicht mehr da sind, wenn er die schlimmsten Verletzungen erfährt, dass er zurückgewiesen wird, nicht nur von Freunden, sondern vielleicht auch von dem Menschen, in den er sich dann verliebt, oder dass Leute ihm wirklich Böses antun.
  • (...) weil ich immer gesagt habe, (...) dafür sorgen wir, dass er viele Chancen in diesem Leben hat und auch ein glückliches Leben für sich und für andere (...) haben kann, das wollte ich ihm eröffnen, und das sah ich plötzlich zusammengebrochen. Ich dachte, jetzt hat er nur noch einen kleinen, schmalen Weg.
  • Was das Schlimmste im Grunde genommen ist, oder, was am meisten wehtut, ist, sich vorzustellen, dass das Leben holprig ist für das Kind. Nicht mehr so glatt, glatte Schulzeit, glattes Studium, und dann, denke ich, wird's holprig. (Schmidt, Homophobie, S. 82/83)

Eine andere Mutter erkennt, dass alle Eltern, die sich ja für die Zukunft ihres Kindes das Beste wünschen, solche Ängste und Sorgen haben:

  • Eigentlich sind das die ganz normalen Ängste, die man als Mutter sein Leben lang wohl behalten wird: dass die Kinder gesund bleiben, dass sie ihre Arbeit behalten, eben, dass sie glücklich sind. (Hassenmüller, Wiedemann, Warum gerade mein Kind?, S. 79)